Darknet - Drogen, Waffen, Whistleblower

Wie die digitale Unterwelt funktioniert

Im "Darknet" verorten die einen die Freiheit und die Utopien, die das Internet einst versprach. Andere sehen dort alles Schlechte im Menschen verwirklicht. Und tatsächlich gibt es beide Seiten der digitalen Unterwelt.

Verschiedene Medien wie die Washington Post, der Guardian oder die deutsche Tageszeitung taz haben im Darknet abhörsichere Postfächer für Whistleblower installiert, die New York Times und die taz stellen gleich ihre gesamten Inhalte auch im Darknet zur Verfügung. Auch linke IT-Kollektive und Menschenrechtsgruppen haben das Darknet für sich entdeckt.

Es werden aber auch digitale sowie realweltliche Waffen verkauft, und zum Leidwesen vieler Technologie-Aktivisten kursieren noch viel üblere Inhalte. In versteckten Darknet-Foren kursiert Kinderpornografie. So sicher, wie sich die Pädophilen dabei wähnen, sind sie zum Glück allerdings nicht.

Stefan Mey zeigt die unterschiedlichen Gesichter des Darknets. Auf einer Reise ins Ungewisse erfahren Sie, wie das zur Zeit bekannteste Darknet funktioniert, wer die dahinter stehende Anonymisierungstechnologie "Tor" finanziert und was die Wissenschaft über die digitale Unterwelt weiß. Sie werden erfahren, was sich dort an spannenden und an problematischen Inhalten abspielt.

Am Ende werden wir diskutieren, inwiefern die digitale Unterwelt als Gegenmodell zum heutigen Internet mit seiner umfassenden Überwachbarkeit taugt und ob sich dort nicht eines Tages vielleicht sogar ein besseres und freieres Internet der Zukunft entwickeln könnte. Denn, so lautet die These des Referenten: Das Internet in seinem heutigen Zustand ist mindestens so besorgniserregend wie das Darknet.


13. März 2019 - 13. März 2019
19:30 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
Stefan Mey
A 001
Kursgebühr:
5,00
Belegung: